ARTe Kunstmesse 2021

Die ARTe Kunstmesse wurde bereits zum zweiten Mal unter Pandemiebedingungen veranstaltet. Im Interview berichtet uns Geschäftsführer Andreas Kerstan von der Umsetzung der Messe und seinen Wünschen für 2022.

Interview mit Andreas Kerstan

Geschäftsführer ARTe Kunstmessen GmbH

Welche Auflagen gab es seitens des Gesundheitsamtes?

Wir hatten die üblichen und mittlerweile eingespielten Auflagen wie: Einreichung eines Hygienekonzeptes, Einhaltung der Abstände durch Wegemarkierungen, entsprechendem Standbau, Teilnehmerbeschränkungen und natürlich die Maskenpflicht, da es sich um eine 3G-Veranstaltung handelte. An dieser Stelle loben wir gerne die gute Zusammenarbeit mit einerseits unserem verantwortlichen Projektleiter Kai Baumstark beim RMCC sowie mit dem Gesundheitsamt selbst. Die gesamte Kommunikation war stets on time, sehr kooperativ und verständnisvoll. Man spürte die Bereitschaft seitens des Gesundheitsamtes, Wege zu finden, um Veranstaltungen im geplanten Kostenrahmen zu realisieren.

Was müssen Sie bei Messeplanungen unter Coronabedingungen beachten? Was sind Ihre Herausforderungen?

Der größte Einfluss auf die Planungen der letzten beiden Jahre war die sich stetig ändernde Verordnungslage. Die Planungsunsicherheit für uns und unsere Aussteller war und ist eine enorme Herausforderung. Es herrscht eine große Unsicherheit und Unklarheit im Markt.

Wir haben gemerkt, dass wir unsere Gäste und Aussteller viel intensiver auf die Messe vorbereiten müssen als vorher. Die Gäste sind verunsichert hinsichtlich der Verordnungslage, macht es Sinn ein Ticket zu erwerben? Wie ist die Lage vor Ort? Sind überhaupt Aussteller vertreten?... Auch müssen wir die Erwartungshaltung der Aussteller an die Messe managen. Da wir auch nicht sicher wussten, wie die Einlassvoraussetzungen zum Messezeitpunkt sein werden, konnten wir keine verlässlichen Besucherprognosen stellen.

Die größte Herausforderung ist definitiv der Spagat zwischen unseren Planungsvorläufen verbunden mit Stornobedingungen und der gültigen Verordnungslage.

Es hat sich dann herausgestellt, dass die Zugangsregelung wesentlich entspannter war, als noch in 2020. Wir mussten zu keinem Zeitpunkt Gäste abweisen, da die meisten Gäste geimpft/ genesen waren und wir ebenfalls ausreichend getestete Personen einlassen konnten. Dies haben wir über eine Verteilung von Kärtchen geregelt, die von den getesteten Besuchern am Ende abgegeben wurden.

Wie war das Feedback der Aussteller auf die Realisierung in 2020 rückblickend und für 2021?

2020 bestand noch die Sorge, dass eine unbekannte Zahl an Coronainfizierten zur Messe kommt, dieses Risiko konnte 2021 durch die 3G-Regelung besser gemanagt werden. Die Veranstaltung hat ein sehr positives Feedback bekommen, in Verkäufen gemessen, war dies sogar das erfolgreichste Jahr. Die Besucheranzahl bleibt ab 2019 konstant bei ca. 4000 Gästen, was uns sehr freut. Für 2022 gibt es so kurz nach der Messe bereits erste Aussteller-Anmeldungen, was so auch noch nicht vorgekommen ist. Das stimmt uns sehr positiv für 2022.

Was halten Sie von der 2G-Regelung?

Für uns bedeutet die 2G-Regel bessere Planbarkeit, die Umsetzung der Messe ist ein Stück weit vorhersehbarer, das ist für uns als Veranstalter sehr wichtig.

Unsere Zielgruppe ist vorwiegend geimpft, das hat auch die Besucherzusammensetzung jetzt gezeigt. Lediglich 5% getestete haben die Messe 2021 besucht. Unsere Messe lebt von dem Erlebnis, es ist ein „Erlebnisevent“, Kunst soll genossen werden, unsere Gäste möchten mit einem Sekt über die Messe schlendern, es ist eine Art Kunstparty, man möchte sich unterhalten, verweilen, wieder an Stände zurückkehren, nicht in einer vorgegebenen Laufrichtung die Stände „abarbeiten“. Unsere Gäste möchten sich vernetzten.

Jede Einschränkung seitens der Auflagen hemmt dieses Erlebnis, schiebt die Veranstaltung in eine nüchterne Ecke, eher ins "Produkte verkaufen". Die Messe lebt dann weniger vom "Erleben" und "Vernetzen".

Wir denken, dass eine 2G-Regelung zu einer erfolgreicheren und erlebnisbasierteren Veranstaltungen führen würde, daher stehen wir dieser Regelung positiv gegenüber, mussten aber zum Messezeitpunkt noch keine Entscheidung fällen. Wir warten ab, wie sich die Situation entwickelt.

Was wünschen Sie sich für die ARTe 2022?

Planungssicherheit! Wir planen in der Regel bereits ein Jahr im Voraus die nächste Veranstaltung. Das ging zum Glück in Wiesbaden zweimal gut, andere Messen mussten aber abgesagt werden.

Ein Abwarten in der Planung können wir uns nicht leisten!

Rückblick ARTe 2021


Im letzten Jahr haben wir die ARTe Messe in unserer Videoreihe Convention Wiesbaden Stories (Öffnet in einem neuen Tab) begleitet.

Eine Produktion der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit Kamerawerft.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Caspar Zylla
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  • Eine Produktion der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit Kamerawerft.