Kunst am Bau - Ausstellung und öffentliche Führungen

Die Skulpturen der Bildhauerin Emilia Neumann setzen sich im Wettbewerb der TriWiCon durch. Die Umsetzung des Kunstwerkes ist fürs kommende Jahr geplant. Die Ausstellung zu den Wettbewerbseinreichungen ist vom 2. - 6. Dezember 2022 im RMCC zu besichtigen.

Congress Sculptures vor dem RMCC

Ausstellung "Kunst am Bau" vom 2. - 6. Dezember 2022

Die Frankfurter Künstlerin hatte sich in einem nichtoffenen Wettbewerb „Kunst am Bau des RMCC“ der TriWiCon gegen die Entwürfe von sieben weiteren Künstlerinnen und Künstlern durchsetzen können. Eine Ausstellung im Foyer des RMCC zeigt von Freitag, 2. Dezember bis einschließlich Dienstag, 6. Dezember, den Siegerentwurf und die Modelle aller anderen eingereichten Entwürfe.

Der Eintritt zu der Ausstellung, die im Veranstaltungszeitraum täglich von 10 bis 18 Uhr besucht werden kann, ist kostenfrei

Öffentliche Führung durch das RMCC

Paralell zu der Ausstellung werden alle Türen des sonst nicht frei zugänglichen Kongresszentrums geöffnet: Es werden in der Zeit der Ausstellung kostenfreie Führungen durch das RMCC angeboten. Diese finden wie folgt statt:

  • Freitag (2.12.) um 15.30 Uhr
  • Samstag (3.12.) und Sonntag (4.12.) jeweils um 10.00 und um 15.30 Uhr
  • Montag (5.12) um 15.30 Uhr
  • Dienstag (6.12) um 15.30 Uhr.

Die Künstlerin, die dem Betrachter bei der Interpretation ihrer Kunst gerne viel Spielraum lässt, wird den Ausstellungsgästen Rede und Antwort stehen: Emilia Neumann ist am Samstag und Sonntag (3./4.12.) von 14.00 bis 16.00 Uhr und Dienstag (6.12.) von 16.00 – 18.00 Uhr vor Ort im Hauptfoyer des RheinMain CongressCenter und wird ihren Siegerentwurf gerne interessierten Besucherinnern und Besuchern erläutern. 

Anmeldung zur kostenfreien RMCC Führung

Hintergrundinformationen

Die in Frankfurt lebende und arbeitende 37-jährige Bildhauerin Emilia Neumann konnte den von der TriWiCon ausgelobten nichtoffenen Einladungswettbewerb „Kunst am Bau des RheinMain CongressCenter“ für sich entscheiden. Ihr Entwurf dreier amorpher Skulpturen, die sich in der Durchdringung verschiedener Alltagsgegenstände mit dem für Wiesbaden so wichtigen Thema Wasser beschäftigt, setzte sich gegen sieben weitere Wettbewerbsbeiträge durch. Ein unabhängiges Auswahlgremium hatte potenzielle Künstlerinnen und Künstler zur Einreichung eines Entwurfs aufgefordert. Den Vorsitz des unabhängigen Preisgerichts hatte Museumsdirektorin Dr. Beate Kemfert (Opelvillen, Rüsselsheim) inne.

„Es freut mich sehr, dass der Wettbewerb ´Kunst am Bau des RMCC´ erfolgreich durchgeführt worden ist und ein neues Kunstobjekt den öffentlichen Raum prägen wird“,

kommentiert Christiane Hinninger, Wirtschaftsdezernentin und Vorsitzende der TriWiCon-Betriebskommission, den Verlauf dieses Verfahrens.

An dem Wettbewerb „Kunst am Bau des RMCC“ hatten sich neben Emilia Neumann die Künstlerinnen und Künstler Christine Biehler (Hanau), Cécile Dupaquier (Berlin), Iman Issa (Berlin), Levent Kunt (Frankfurt am Main), Christiane Möbus (Hannover), Heather Phillipson (London) und Thomas Schönauer (Düsseldorf) beteiligt. Die Fachjury kürte allein den einen Siegerentwurf, ein weiteres Ranking der anderen Wettbewerbsbeiträge wurde nicht vorgenommen. Dem Auswahlgremium, dem das Vorschlagsrecht für die einzuladenden Künstlerinnen und Künstler oblag, gehörten Dr. Jörg Daur, Kustos für zeitgenössische Kunst des Museums Wiesbaden – Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur (Wiesbaden), Elke Gruhn M.A., Vorsitzende/ Künstlerische Leitung Nassauischer Kunstverein (Wiesbaden), Vollrad Kutscher, Künstler (Frankfurt am Main) und Daniela Leykam, KfW Stiftung (Frankfurt am Main) an.

Das Preisgericht setzte sich aus Ferdinand Heide, Architektenbüro Heide, Architekt RMCC (Frankfurt am Main), Dr. Andreas Henning, Museumsdirektor Landesmuseum Wiesbaden, Thomas-W. Sante, früherer Betriebsleiter TriWiCon, Heike Sütter, contemporary art projects (Trebur) und der Vorsitzenden Dr. Beate Kemfert, Direktorin Kunst- und Kulturstiftung, Opelvillen Rüsselsheim, zusammen. Kemfert: 

„Meine Aufgabe im Preisgericht war im zweiten Verfahren nicht nur spannend, sondern hat darüber hinaus auch Freude gemacht. Mit Emilia Neumann wurde eine Künstlerin prämiert, deren künstlerische Setzung durch die Wahl des Standorts und durch die Besonderheit ihrer Werke überzeugte. Zur Formfindung nutzte Neumann Alltagsfundstücke, die sie miteinander derart durchdrang, dass man sich den Objekten von mehreren Seiten nähern werden kann. Ihre gewählten Farben und erzeugten Farbschlieren unterstreichen darüber hinaus ihre Selbstbestimmtheit im künstlerischen Prozess."

Zeitplan der Umsetzung

Nach einer entsprechenden Planungsphase soll im kommenden Jahr mit der Umsetzung der Skulpturen von Emilia Neumann, denen durch die Vermischung von Farbe und Materialien eine besondere Lebendigkeit zu eigen ist, begonnen werden. 


Zur Person Emilia Neumann

Emilia Neumann, geboren 1985 in Hessen. Studium der Bildhauerei
bei Prof. Wolfgang Luy und Georg Hüter an der Hochschule für Gestaltung in
Offenbach am Main, sowie bei José Luis Vicario an der Facultad de Bellas Artes Alonso Cano in Granada, Spanien.


2013 machte sie ihr Diplom bei Prof. Wolfgang Luy in Bildhauerei und bei Prof. Dr. Marc Ries in Soziologie/ Theorien der Medien.

2016 bis 2017 Lehrauftrag für Bildhauerei / Leitung der Gips- und Tonwerkstatt an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

Seit 2013 regelmäßige Ausstellungstätigkeit. Neben mehreren Auszeichnungen
erhielt sie 2022 das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn. Werke von FRau Neumann befinden sich u.a. in der Sammlung der zeitgenössischen Kunst der Bundesrepublik Deutschland. Arbeiten im öffentlichen Raum in Ulm, Köln und im Gebäude des Bundesrats in Berlin.

Emilia Neumann

Bildhauerin

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Wiesbaden Congress & Marketing GmbH